Ausblick: Netzentgelte ändern sich zum Jahreswechsel – GET AG Newsletter Stromvertrieb 4/2020
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Elektromobilität weiter angekurbelt
In der vergangenen Woche wurden wichtige Hebel zugunsten eines Hochlaufs der Elektromobilität gestellt: Bundesverkehrsminister Scheuer kündigte am 6. Oktober 2020 ein Programm mit einem Volumen von 200 Millionen Euro an, das erstmals auch den Einbau und Erwerb privater Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden fördert. Zuschüsse von 900 Euro pro Ladepunkt gebe es vom Bund, wie von uns berichtet, wenn die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfüge, der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien komme und die Ladestation intelligent sowie steuerbar sei.

Den Anspruch auf Einbau von privaten E-Ladesäulen regelt ein neues Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG), welches den Bundesrat am 9. Oktober 2020 passiert hat. Wohnungseigentümer und auch Mieter haben demnach künftig einen Anspruch darauf, in der Tiefgarage oder auf dem Grundstück des Hauses eine Ladesäule zu installieren. Bisher scheiterte der Einbau häufig an der fehlenden Zustimmung der Miteigentümer oder Vermieter.

Ebenfalls den Bundesrat passiert hat eine Novelle des Kraftfahrzeugsteuergesetzes, wonach reine Elektrofahrzeuge, die in der Zeit vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen wurden, damit weiterhin von der Kfz-Steuer befreit sind. Bisher galt die Befreiung nur für Zulassungen oder Umrüstungen bis Ende 2020. Die Befreiung ist nun bis zum 31. Dezember 2030 befristet, um einen Anreiz für die frühzeitige Anschaffung eines Elektrofahrzeugs zu schaffen.
ALDI Nord mit Grünstrom
Seit dem 1. Oktober 2020 ist ALDI Grünstrom auch im Gebiet von ALDI Nord erhältlich. Wie der Discounter mitteilte, arbeite man mit dem Energieanbieter 123energie, der Online-Marke der Pfalzwerke aus Ludwigshafen, zusammen. ALDI Grünstrom werde den Angaben zufolge zu 100 Prozent aus nachhaltiger Wasserkraft gewonnen und stamme vollständig aus TÜV SÜD-zertifizierten Kraftwerken. Die Wasserkraft werde in Deutschland, in der Schweiz sowie in Österreich und Frankreich produziert.
Neue Netzgesellschaft für Wülfrath
Am 8. September hat der Rat der Stadt Wülfrath hat in seiner Ratssitzung grünes Licht für die Gründung der Stadtwerke Wülfrath Netz GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2021 gegeben. Wie die Westenergie am Tag darauf gegenüber der Presse mitteilte, starten die Stadtwerke Wülfrath, innogy Westenergie und Westnetz damit eine Kooperation, um die Herausforderungen der Energiewende zukünftig gemeinsam zu lösen.

Zur Gründung des gemeinsamen Tochterunternehmens werde Westnetz dazu das in ihrem Eigentum stehende Stromverteilnetz und die Stadtwerke Wülfrath ihr Gasnetz im Gebiet der Stadt Wülfrath in die Stadtwerke Wülfrath Netz GmbH & Co. KG einbringen. Nach Gründung der Gesellschaft würden sich die Stadtwerke mit 64 % und innogy Westenergie mit 36 % an der Netzgesellschaft beteiligen, hieß es weiter.

Die Netzgesellschaft verpachte das Stromnetz an innogy Westenergie, deren 100prozentige Tochter Westnetz den Betrieb, den Ausbau und die Instandhaltung der Stromnetze übernehme. Das Gasnetz werde an die Stadtwerke Wülfrath verpachtet und weiter durch die Stadtwerke betrieben, so die Angaben.
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